PFARRGEMEINDE
PFUNDERS

15. Juli 2024

Palmsonntag in Pfunders   [31. März 2012]

Palmsonntag 1969 in Pfunders; Aufnahme von Lehrer Albin Oberhofer

Der fröhlichste Sonntag in der Karwoche ist der Palmsonntag. Auf hat man viele „Langesbräuche“ vereint. Es war richtiges Fest für die „Buibnam“, für die die Buben also. Die männliche Jugend konnten ihre Geschicklichkeit und auch Kraft beim der Tragen der Palmbesenstangen beweisen. Die alten Pfunderer erzählen noch mit Stolz, dass nach dem die Palmbesen in die Kirche getragen wurden, sie nach oben gestemmt werden mussten. Die höchsten Stangen hätten sogar das Kirchengewölbe erreicht.

Der Palmbesen wurde und wird auch heute noch mit vielen bunten Bändern geschmückt. In den Palmbuschen, der an der Stange befestigt wurde, sind Palmkätzchen, Kranewittstauden, Buchs und Ölzweige mit eingeflochten. Die gesegneten Palmbesen werden und wurden beim Hof am Gartenzaun aufgestellt. Die erwachsenen Frauen haben meistens einen großen Palmbuschen getragen. Diese gesegneten Sträucher wurde bei heftigen Sommergewittern im Herd zu Hause verbrannt; das sollte Schutz vor den Naturgewalten gewähren.

Auch heute noch werden die Palmbesen getragen. Die Kinder im Kindergarten bringen von zu Hause die Stangen mit, die Opas und Väter binden im Kindergarten die Palmbesen. Die Kinder tragen dann die Palmbesen zur „Palmweihe“ beim Felderkreuz und sie ziehen dann gemeinsam mit allen Gläubigen und dem Priester zur Pfarrkirche.

4. Fastenwoche   [20. März 2012]

Ein erhobener Zeigefinger sagt mir:
Halt, so geht es nicht weiter!
Vorsicht, du machst einen Fehler!
Pass auf! Keinen Schritt weiter!
Der erhobene Zeigefinger lässt mich zusammenzucken.
Er macht mich sprachlos. Lässt mich still stehen.

Eine entgegengestreckte Hand sagt mir:
Du bist nicht allein. Ich stütze dich.
Hab Vertrauen. Lass dich auf mich ein.
Lass uns den Weg gemeinsam gehen.
Zusammen werden wir es schaffen!
Die Hand, die sich mir entgegenstreckt, gibt mir Mut.
Sie macht mich froh. Sie lässt mich meinen Weg weitergehen.
Die helfende Hand steht neben mir.
Sie rettet mich!

(Autor und Quelle unbekannt)

Jesus fällt zum dritten mal unter dem Kreuz   [4. März 2012]

Du fällst zum dritten Mal.
All dein Tun und Wirken bricht auf,
zerbricht angesichts der Grausamkeit,
die Menschen anderen Menschen antun können.
Wo sind die Abbilder jenes menschenfreundlichen Gottes?

Du gibst dein Leben nicht aus Fremdbestimmung hin,
sondern aus der tiefen Überzeugung,
uns aus der Spirale der Gewalt zu lösen.

aus ferment 2/2005