PFARRGEMEINDE
PFUNDERS

15. Juli 2024

Ostersonntag   [31. März 2013]

Im Garten, wo das Leben beginnt.

Wir sind nicht auf der Erde, um ein Museum zu hüten, sondern um einen Garten zu pflegen, der vom blühendem Leben strotzt und für eine schönere Zukunft betimmt ist.

Johannes XXIII

Karsamstag   [30. März 2013]

Hoffnung, trotz "'Der Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt"; Jugendkreuzweg 2013

Wirst du an den Toten Wunder tun,
werden Schatten aufstehn dich zu preisen?

Erzählt man im Grab von deiner Huld,
von deiner Treue im Totenreich?

Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt,
deine Gerchtigkeit im Land des Vergessens?

Psalm 88,11-13

Karfreitag   [29. März 2013]

Gipfelkreuz auf der Kassiansspitze – Sarntaler Alpen

XII Station: Tot

Leblos und blutleer hängt Jesus
am Kreuz. Nur wenige Menschen
halten zu ihm, stehen zu ihm – auch
im Tod. Endlich setzt der Tod der Qual
ein Ende.
Ungerechtigkeit, Einseitigkeit, reich
und arm, Unrecht schreit zum Himmel.
Chancengleich? Alle Menschen
sind gleich! Wann hat alles ein Ende?
Wann stellt sich der Himmel ein?
Wann ist alles vollbracht?

Gründonnerstag   [28. März 2013]

Abrecht Dürer: Das Letzte Abendmahl

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Schwestern und Brüder! Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Palmsonntag   [23. März 2013]

Kreuzweg

Jesus wird verurteilt

Wenn ich wegschaue und schweige, mach ich mich schuldig.
Wenn ich nur mitlaufe und nicht Partei ergreife für das Recht, mache ich mich schuldig.
Im Schuldbekenntnis beten wir: Ich bekenne, … dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe…

Abilddung stammt vom ökumenischen Jugendkreuzweg 2013

Gebet

Guter Gott,
du hast mir Augen gegeben,
um hinzuschauen,
den Verstand,
um abzuwägen.

Hilf mir zu erkennen,
was richtig ist.
Lass mich eigene Entscheidungen fällen.

Gib mir Kraft,
Widerstand zu leisten, wo er nötig ist.

Amen.

Papst Franziskus   [14. März 2013]

Franziskus I

Papst Benedikt XVI hat sich von seinen Kardinälen mit den eindringlichen Worten von Romano Guardini SJ (zitiert, weiter unten) verabschiedet. Die Kardinäle haben einen Jesuiten, den Erzbischof von Buones Aires, den Argentinier Jorge Mario Bergoglio zum neuen Papst erwählt.

Ganz bescheiden begrüßte er die Hunderttausenden Menschen am Petersplatz: „Brüder und Schwestern, einen guten Abend.“ Eindrucksvoll für uns alle war das gemeinsame Gebet für den emeritierten Papst und die Stille der vielen Menschen auf dem Petersplatz, bevor der Bischof von Rom – so nannte sich Franziskus I öfters – das erstemal den Segen Urbi et Orbi spendetete.

Die Erwartungen an die neue Kirchenführung, an den neuen Papst, sind groß.

Pater Severin Leitner beantwortet Fragen von Journalisten (ff und TT)zur Wahl von Franziskus I.

Welchen Eindruck machte der neue Papst bei seinem ersten Auftritt auf Sie?

Pater Severin SJ:
„Am Wahlabend, dem 13. 03 2013 um 20.00 stand ich inmitten der Menschen auf der Piazza. Plötzlich wurde es Licht hinter den Vorhängen der Loggia von St. Peter, dann kamen die Kardinäle und schließlich wurde feierlich der Name des neuen Papstes verkündet. Mir war Kardinal Bergoglio nur vom Hörensagen bekannt, als asketischer Hardliner vom konservativen Flügel der Kirche. Ich erwartete eigentlich nicht, dass er zum Papst gewählt würde. Und – so dachte ich – Jesuiten sollen seit den Tagen des hl. Ignatius ja nicht Bischöfe, geschweige denn Papst, werden. Ihr Platz ist beim Volk, als Prediger, als Seelsorger oder als Forscher, jedenfalls im Dienst an den Menschen. Und da ist plötzlich Bergoglio, der Jesuit, Papst Francesco. Die Jesuiten haben ja seit dem Bestehen des Ordens eine besondere Verbindung zum Papsttum, ja der Orden ist zum Dienst in und an der Kirche und zum Dienst für den Papst gegründet worden. Daher ist sein Programm in gewisser Weise auch unser Programm. Wenn er sich den Namen des Poverello aus Assisi gibt, bedeutet das auch für den Orden eine Weisung, hin zu Einfachheit, Betonung der Armut und der Treue zur Kirche. Solche Gedanken gingen mir durch den Kopf“.

Kann man Reformen erwarten? Bzw. Trauen Sie ihm Reformen zu?

Pater Severin SJ:
„Ich traue ihm zu, dass er in der römischen Kurie einiges bewegen und vereinfachen wird. Ich traue ihm zu, dass er in der Kirche einen neuen Impuls für die Spiritualität und für die Pastoral einbringen wird, dass er den Finger auf die soziale Not und die Armut und auf die Bewahrung der Schöpfung legen wird. Ich traue ihm zu, dass er die Kirche zugänglicher machen, bzw. ihr ein menschlicheres Gesicht geben wird. Da hat er als Papst Franziskus viel zu tun und zu inspirieren. Er hat damit schon begonnen durch viele kleine Zeichen, die eine spannende Zukunft erwarten lassen.“

P. Severin Leitner, Gampielalm 2010

Sedisvakanz im Vatikan   [1. März 2013]

Zu den in den Rom versammelten Kardinälen sagte gestern bei seiner Abschiedsrede Papst Benedikt XVI unter anderem:

„Ich möchte euch einen einfachen Gedanken hinterlassen, der mir sehr am Herzen liegt, einen Gedanken über die Kirche und ihr Amt, der für uns alle – so kann man sagen – die Vernunft und die Leidenschaft des Lebens bedeutet. Ich lasse mir von einer Beobachtung von Romano Guardini helfen, die er im Jahr schrieb, als das Zweite Vatikanische Konzil die Konstitution Lumen Gentium billigten. Es ist eine persönliche Widmung am Ende seines letzten Buches, auch an mich – deshalb sind mir diese Worte besonders teuer. Guardini sagt: „Die Kirche ist keine erfundene Institution, die am Tisch erschaffen wurde, sondern eine lebendige Realität. Sie lebt entlang dem lauf der Zeit auf die Zukunft gerichtet, wie jedes Lebewesen, und verändert sich. Und doch bleibt sie immer dieselbe, ihr Herz ist Christus. Die Erfahrung von gestern auf dem Petersplatz hat mir gezeigt, dass die Kirche ein lebendiger Körper ist, der vom Heiligen Geist inspiriert ist und der wirklich von der Kraft Gottes lebt. Sie ist in der Welt, aber nicht von der Welt. Sie ist von Gott, vom Geist.“