PFARRGEMEINDE
PFUNDERS

18. April 2024

Bischof Dr. Reinhold Stecher verstorben   [31. Januar 2013]

Bischof Dr. Reinhold Stecher inmitten der Pfunderer Berge.

Lebensdaten von Bischof Dr. Reinhold Stecher
Geboren am 22.12.1921 in Innsbruck,
Bischof der Diözese Innsbruck von 1980 bis 1997.
Neben seiner Tätigkeit als Seelsorger hat er sich besonders als Buchautor einen Namen gemacht. Seine zahlreichen geistlichen Bücher wie „Botschaft der Berge“ haben eine Auflage von mehreren hunderttausend Exemplaren erreicht.
Bekannt geworden ist er auch durch seine Aquarelle.

Am Herz-Jesu-Sonntag, den 13.06.2010 hat er mit der Pfarrgemeinde Pfunders die Liturgie gefeiert. Nach der Feier hat die Pfarrgemeinde Pfunders Altbischof Dr. Reinhold Stecher auf die Gampiel-Alm zum Mittagessen eingeladen. Bei den Gesprächen blitzte sein feinsinniger Humor, seine geistige Frische und manche unverblümte Meinung zu seiner und unserer Kirche durch.

Danke, Bischof Stecher.

Lichtmess, ein wichtiges christliches Fest   [19. Januar 2013]

Nun lässt du, Herr,
deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen,
das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet,
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Lk 2,29-32

Simeon und die Prophetin Hanna vor dem Jesukind, im Hintergrund Josef und Maria

Aus diesem Text spricht ein unerschütterliches Gottvertrauen: Wir können nur staunen, wie abegeklärt der alte Simeon, mit sich und der Welt im Reinen, sein Sterben erwartet. Ferner gibt dieser Text auch die sehnsüchtige Erwartung wider, dass Gott uns erlöst.

Lichtmess, ein wichtiges Fest im Kirchenjahr, ein wichtiges Fest für jede und jeden von uns persönlich: Vertrauen aus einem frohen Glauben gibt Mut für die Zukunft.

Katholisch sein…   [5. Januar 2013]

Getsemani in Jerusalem (März 2011)

Katholisch möchte ich mit Fülle assoziieren. Fülle, weil damit die Kirche Jesu Christi gemeint ist.
Fülle, weil die Buntheit und Riten und geistlichem Leben, von Weisen, Glauben zu leben, beeindruckend ist.
Manchmal erscheint die Vielfalt fast zerstörerisch. Dann hat es den Anschein, als wären die Kräfte, die der Kirche die Mitte nehmen, übergroß: Abspaltungen links und rechts sind unumgänglich und daraus entsteht Angst.
Die Mitte der Kirche hat keine Sprengkraft, weil Fülle. Wir sind in der katholischen Kirche schnell bei der Zuordnung von richtig und falsch, wobei die eigenen Weise das Katholische zu leben oft zum Standard, zur Messlatte des Handelns allgemein gemacht wird.
Die Kirche ist eine wandernde, eine sich ständig erneuernde.
Sie muss nicht fertig sein.

Nach Gernot Wisser SJ, Provinzial der Jesuiten in Österreich