PFARRGEMEINDE
PFUNDERS

18. April 2014

Palmsonntag   [14. April 2014]

Palmweihe beim Felder Kreuz in Pfunders am 13.04.2014

Palmweihe beim Felder Kreuz in Pfunders am 13.04.2014

Etwas von dieser Stimmung, die am Palmsonntag, kurz vor dem Paschafest in Jerusalem herrschte, haben wir kürzlich auch in Südtirol mitbekommen. Menschen wird zugejubelt und über Nacht kippt die Stimmung und wir beschimpfen, ja wir bedrohen dieselben Personen, denen wir vorher zugejubelt haben.

So erging es dem Menschensohn, dem die Menschen zugejubelt haben, als er in die Stadt Jerusalem eingezogen ist. Noch in derselben Nacht hat ihn einer seiner nahestehenden Jünger verraten und ihn, Jesus, den Menschensohn, wir würden heute sagen, der Justiz ausgeliefert.

In dieser aufgeheizten Stimmung, die damals in Jerusalem herrschte musste es wohl so kommen, dass Jesus, der Menschensohn, zum Tod am Kreuze verurteilt wurde, wie von der aufgebrachten Masse gefordert.

Zuvor jedoch hat Jesus, der Menschensohn, mit den Seinen Mahl gehalten, so wie es seine Vorfahren auch getan haben in Erinnerung an den Auszug aus Ägypten. Er hat mit den Seinen das Brot gebrochen….

Die beiden jungen Männer, die verzweifelt und traurig auf dem Weg von Emaus nach Jerusalem waren erkannten den Begleiter am Brot brechen…

So tun es wir nach zweitausend Jahren immer wieder, vielleicht…!

Umkehr   [9. März 2014]

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Immer wieder hört oder liest man von Autofahrern, die ihrem Navi so blindlings vertrauen, dass sie mit ihrem Fahrzeug über abenteuerlichste Güterwege gelotst werden, schließlich auf immer schmaler werdenden Wegen zwischen Häusern steckenbleiben oder gar im Straßengraben landen.
Ein ähnliches, wenngleich nicht so fatal endendes Erlebnis hatte ich vor Jahren selbst einmal: Ich war auf Urlaub in Schleswig-Holstein. Eines Tages besuchten mich dort ein Freund und seine Frau. Schnell war klar: wir machen einen Tagesausflug nach Dänemark. Also auf nach Fehmarn, dann in Puttgarden auf die Fähre und im Nu ist man am Ziel. So war es dann auch und wir verbrachten einen unvergesslichen Tag im schönen Kopenhagen.
Unvergesslich wurde der Tag für uns drei auch noch in anderer Hinsicht. Am Rückweg kam mir die Strecke schon nach kurzer Zeit recht wenig vertraut vor und ich äußerte erste Zweifel, ob wir denn auf dem richtigen Weg seien. Aber mein Freund beruhigte mich. Wir bräuchten uns keine Sorgen machen. Das Navi wüsste schon am besten, auf welchem Weg es uns zurück zur Fähre schickt. Und so fahren wir also dahin, genießen die traumhafte Landschaft – ja, und spätestens als dann die schwedische Grenze in Sicht kam war klar: Wir sind zielsicher in die falsche Richtung gefahren. Das Navi wollte uns zur Fähre in Malmö lotsen …
Das Ende vom Lied: Umkehren und die ganze Strecke nochmal zurückfahren. Da half nun weder jammern noch ärgern!
Ich habe daraus gelernt, dass es bei manchen Autofahrten mitunter durchaus angebracht ist, die gute alte Landkarte zur Hand zu nehmen und sich zu vergewissern, ob die Richtung stimmt.
Und ich frage mich: Ist es im Leben nicht oft genau so? Folge ich nicht auch in meinem Alltag manchmal blindlings Stimmen, die mir einflüstern, dass die Richtung, in die ich mich bewege, schon in Ordnung ist? Ist es vielleicht nicht doch von Zeit zu Zeit angebracht, die gute alte Landkarte, in diesem Fall die Bibel, zur Hand zu nehmen und mich zu vergewissern, dass meine Lebensrichtung auch wirklich stimmt? Und achte ich auch auf die Verkehrszeichen, die Gebote Gottes, die die Straße meines Lebens säumen, damit ich sicher an mein Ziel komme?
Manchmal hilft kein Jammern und kein ärgern – manchmal ist es einfach an der Zeit, den Kurs zu korrigieren und umzukehren.

 Von Pfarrer Franz Zeiger, Linz – St. Peter

Neujahr 2014   [31. Dezember 2013]

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Ihm sei´s begonnen,
Der Monde und Sonnen
An blauen Gezelten
Des Himmels bewegt.

Du Vater, du rate!
Lenke du und wende!
Herr, dir in die HändeSei Anfang und Ende,
Sei alles gelegt!

Eduard Mörike

Weihnachten 2013   [24. Dezember 2013]

Relief  in der Pfarrkirche von Oberzahre - deutsche Sprachinsel in Friaul -.

Relief in der Pfarrkirche von Oberzahre – deutsche Sprachinsel in Friaul -.

 

Gott,
ewiges Geheimnis unseres Lebens,
du hast durch die Geburt
deines eigenen Wortes der Liebe
in unserem Fleisch
die ewig junge Herrlichkeit deines Lebens
als unserem eigenen Dasein eingestiftet
und siegreich erscheinen lassen.
Gib uns in der Erfahrung der Enttäuschung unseres Lebens
den Glauben, dass deine Liebe,
die du selbst bist und die du uns geschenkt hast,
die ewige Jugend unseres wahren Lebens ist.

Karl Rahner SJ

Pfunderer Advent   [28. November 2013]

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Für uns alle wird es jedes Jahr schwerer, uns zu vertiefen, um die Sehnsucht der Menschen zu verstehen, die laut gerufen und geschrieben haben: O Heiland reiß die Himmel auf, herab, herab vom Himmel lauf…

Zu Sant Ambrogio werden heuer die Hotels wieder ausgebucht sein, die Feiertage sind für die die Urlauber günstig gelegen. Die Christkindlmärkte werden sich die im winterlichen Kleide präsentieren können. Im Hintergrund werden weihnachtliche Lieder und stimmungsvolle Bläsermusik dudeln. Und der Rubel wird rollen, die Kassen werden klingeln: das Weihnachtsgeschäft ist gerettet und damit auch Weihnachten.

Ist das der Advent im Jahre 2013?

Wo finden wir in unserer Zeit die adventliche Stille und Erwartung noch?

Wo ist der Zauber, der Herzen und Seelen aufschließt zum großen Fest Weihnachten, zum Fest der Liebe?

Wo ist die Ruhe, beziehungsweise die Unruhe geblieben, die wir als Kinder noch in uns trugen, wenn wir auf das Christkind in den langen Winternächten gefreut haben?

 

Pfunderer Advent

Adventsingen in der Pfarrkirche Pfunders

Herbststimmung   [10. Oktober 2013]

herbsteln

es grüßt
der wind
von norden
her
und fegt
blitzblank
den himmel
leer

er küsst
die erlen
sanft im
traum
die wangen
rot
hübsch
anzuschaun

es wird
getanzt
bis in die
nacht
mit frohen
liedern
und bunter
tracht

und wenn
sie naht
die zeit zum
gehn
ein abschied
nur mit
wieder
sehn.

kh-15.9.2012

Almsegen 2013 auf der Sente-Alm   [15. Juli 2013]

Almsegen, 14.07.2013 auf der Sentealm. Im Hintergrund die Fasnacht.

Das Dorf Pfunders ist umgeben von riesigen Almgebieten. Die größte Alm ist der Weitenberg. Dort können über 300 Stück Vieh aufgetrieben werden. Es handelt sich dabei um eine Gemeinschaftsalm, sowie auch bei der Eisbruggalm. Die übrigen Almen sind im Privatbesitz und werden auch noch bewitschaftet: Engbergalm, Dorfer Gruibe, Sentealm, Vals-Alm, Boden-Almen, Eisbrugge, Gampiel-Alm, Gruipa-Alm, Marscht-Albl, Riegler-Albl, Gampis, Schmansen, Oberkircher-Albl, Muorwiese, Pichl-Albl, Steindlerberg.

Segensgebet:

Gott sein uns gnädig
und segne uns;
lasse uns dein Antlitz leuchten,
dass man auf Erden erkenne deinen Weg.

Es danken dir,
Gott,
die Völker;
es danken dir alle
die Völker.

Das Land gibt uns sein Gewächs.
Segne uns Gott,
unser Gott.

Segne uns Gott,
und alle Welt fürchte dich.

nach Wunibald Müller (Ps 67 1-7)

Auf in die Berge, dem Herrgott näher…   [21. Juni 2013]

Einen bmerkenswerten Artikel habe ich in Internet gefunden (hotknott.com):

Fallmetzer

Auf dem Gipfel vom Fallmetzer, September 2012

Aus der Eintragung im Jahre 2011

“Das nagelneue Gipfelkreuz – gesegnet am vergangenen 29. August – erweckt in uns Ehrfurchts- und Dankesgedanken. Die sehr zentrale Position des Gipfels beschert uns auch eine grandiose Rundsicht auf die Pfunderer Berge, die Zillertaler Eisriesen, die zackige Gipfelkette der Dolomiten bis hin zu den Stubaiern und den Ötztalern. Beeindruckend auch die reizenden Tiefblicke auf Pfunders im Osten, auf den Großen Seefeldsee im Norden und auf das Altfasstal im Westen….

……Bisher war der Fallmetzer im Sommer ein eher unbeachteter Berg (im Winter allerdings ein beliebtes Ziel für Tourengeher und Schneeschuhwanderer). Seit ihn aber ein schönes Gipfelkreuz ziert, hat sich das schlagartig geändert, wie die bereits zahlreichen Einträge im Gipfelbuch zeigen. Ein Komplimen und ein herzliches Vergelt’s Gott den >Kreuzaufstellern< aus Pfunders.”

Firmung in Pfunders   [20. Mai 2013]

Firmung am Sonntag, den 26.05.2013

17 Jugendliche von Pfunders und 17 Jugendliche von Weitental werden am Sonntag, den 26. Mai 2013 in Pfunders gefirmt. Der Einzug zur Pfarrkirche mit der Musikkapelle beginnt um 09.00 Uhr beim Felder.

Die Firmlinge der Pfarrgemeinde Pfunders mit ihrem Leitsatz für den Firmtag und für das Leben.

Kirchweihsonntag, 5. Sonntag der Osterzeit   [26. April 2013]

Bild für den Schaukasten der Pfarre Pfunders zum Kirchtag.

Die Pfunderer feiern den Kirchtag, den Kirchweihsonntag. Sie tun es fröhlich, wissen aber oft nicht Grund der ausgiebigen Feiern.
Es muss in Pfunders am 20. Mai 1810 ein großes Event gewesen sein, als der Fürstbischof  Karl von Lodron die neu erbaute Kirche geweiht hat. Der Bau der Kirche erfolgte in den Jahren vorher, als Tirol zu Bayern gehörte.

Der noch barocke Bau steht wuchtig auf dem Kirchbühel, der inmitten des Pfunderer Talkessels liegt.
“Seht Gottes Zelt auf Erden!
Verborgen ist er da;
in menschlichen Gebärden,
bleibt er den Menschen nah.”