PFARRGEMEINDE
PFUNDERS

15. September 2014

Zum Sommer 2014   [31. Juli 2014]

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Gott will Frieden,
aber immer wieder ist Krieg,
im großen und im kleinen;
heute wie einst,
auch durch unsere Schuld.

Wir bitten Gott um Erbarmen
Jesus sagt: Selig die Friedensstifter,
sie werden Gottes Kinder heißen.

Ostersonntag   [19. April 2014]

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Der Tote wird leben.
Der Tote wird hören: Nun lebe.
Zu Ende gegangen,
unter Steinen begraben:
Toter, Tote, steht auf
es leuchtet der Morgen.

Da winkt eine Hand uns,
uns ruft eine Stimme: Ich öffne
Himmel und Erde und Abgrund.
Und wir werden hören,
und wir werden auferstehn
und lachen und jauchzen und leben.

Huub Osterhuis

 

Karsamstag   [19. April 2014]

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In Ausnahmesituationen treten in der Schrift Frauen auf, die nicht so verzagt sind, wie seine ihm nahestehenden Jünger: „Gegen Abend kam ein reicher Mann aus Arimathäa namens Josef, auch er war eine Jünger Jesu. Er ging zu Pilatus und bat um Leichnam Jesu. Da befahl Pilatus, ihm den Leichnam zu überlassen. Josef nahm ihn und hüllte ihn in ein reines Leichentuch. Dann legte er ihn in ein neues Grab, das er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen. Er wälzte einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging weg. Auch Maria aus Magdala und die andere Maria waren dort, sie saßen dem Grabe gegenüber“ (Mt 27,57-61)

Karfreitag   [19. April 2014]

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Im KZ Dachau sind etwa 40.000 Menschen in der Zeit zwischen 1933 und 1945 umgekommen. Und trotzdem sprießt im Frühjahr ein Löwenzahn zwischen den Steinen hervor: Ein unbändiges Zeichen von Leben, das sich nach Licht und Wärme sehnt.

Ein solch unbändiges Zeichen war auch der Tode Jesu, geschehen vor zweitausend Jahren vor den Stadtmauern in Jerusalem.

Und immer wieder richten sich verlassene und vereinsamte Menschen an diesem Zeichen auf. Ein Zeichen der Hoffnung so wie der Löwenzahn im Kies von Dachau.

Gründonnerstag   [19. April 2014]

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Du bist ganz anders, Gott,
als wir dich denken,
das hast du uns gezeigt
in Jesus Christus.

Er, der dein Sohn ist
Und Licht von deinem Lichte,
er ist demütig unseren Weg gegangen
mehr nicht als irgendeiner in der Welt –
so hast du uns gerettet.

Wir danken dir, dass du gekommen bist in diesem Menschen
Und dass du uns so nahe bist
Heute und alle Tage.

Palmsonntag   [14. April 2014]

Palmweihe beim Felder Kreuz in Pfunders am 13.04.2014

Palmweihe beim Felder Kreuz in Pfunders am 13.04.2014

Etwas von dieser Stimmung, die am Palmsonntag, kurz vor dem Paschafest in Jerusalem herrschte, haben wir kürzlich auch in Südtirol mitbekommen. Menschen wird zugejubelt und über Nacht kippt die Stimmung und wir beschimpfen, ja wir bedrohen dieselben Personen, denen wir vorher zugejubelt haben.

So erging es dem Menschensohn, dem die Menschen zugejubelt haben, als er in die Stadt Jerusalem eingezogen ist. Noch in derselben Nacht hat ihn einer seiner nahestehenden Jünger verraten und ihn, Jesus, den Menschensohn, wir würden heute sagen, der Justiz ausgeliefert.

In dieser aufgeheizten Stimmung, die damals in Jerusalem herrschte musste es wohl so kommen, dass Jesus, der Menschensohn, zum Tod am Kreuze verurteilt wurde, wie von der aufgebrachten Masse gefordert.

Zuvor jedoch hat Jesus, der Menschensohn, mit den Seinen Mahl gehalten, so wie es seine Vorfahren auch getan haben in Erinnerung an den Auszug aus Ägypten. Er hat mit den Seinen das Brot gebrochen….

Die beiden jungen Männer, die verzweifelt und traurig auf dem Weg von Emaus nach Jerusalem waren erkannten den Begleiter am Brot brechen…

So tun es wir nach zweitausend Jahren immer wieder, vielleicht…!

Umkehr   [9. März 2014]

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Immer wieder hört oder liest man von Autofahrern, die ihrem Navi so blindlings vertrauen, dass sie mit ihrem Fahrzeug über abenteuerlichste Güterwege gelotst werden, schließlich auf immer schmaler werdenden Wegen zwischen Häusern steckenbleiben oder gar im Straßengraben landen.
Ein ähnliches, wenngleich nicht so fatal endendes Erlebnis hatte ich vor Jahren selbst einmal: Ich war auf Urlaub in Schleswig-Holstein. Eines Tages besuchten mich dort ein Freund und seine Frau. Schnell war klar: wir machen einen Tagesausflug nach Dänemark. Also auf nach Fehmarn, dann in Puttgarden auf die Fähre und im Nu ist man am Ziel. So war es dann auch und wir verbrachten einen unvergesslichen Tag im schönen Kopenhagen.
Unvergesslich wurde der Tag für uns drei auch noch in anderer Hinsicht. Am Rückweg kam mir die Strecke schon nach kurzer Zeit recht wenig vertraut vor und ich äußerte erste Zweifel, ob wir denn auf dem richtigen Weg seien. Aber mein Freund beruhigte mich. Wir bräuchten uns keine Sorgen machen. Das Navi wüsste schon am besten, auf welchem Weg es uns zurück zur Fähre schickt. Und so fahren wir also dahin, genießen die traumhafte Landschaft – ja, und spätestens als dann die schwedische Grenze in Sicht kam war klar: Wir sind zielsicher in die falsche Richtung gefahren. Das Navi wollte uns zur Fähre in Malmö lotsen …
Das Ende vom Lied: Umkehren und die ganze Strecke nochmal zurückfahren. Da half nun weder jammern noch ärgern!
Ich habe daraus gelernt, dass es bei manchen Autofahrten mitunter durchaus angebracht ist, die gute alte Landkarte zur Hand zu nehmen und sich zu vergewissern, ob die Richtung stimmt.
Und ich frage mich: Ist es im Leben nicht oft genau so? Folge ich nicht auch in meinem Alltag manchmal blindlings Stimmen, die mir einflüstern, dass die Richtung, in die ich mich bewege, schon in Ordnung ist? Ist es vielleicht nicht doch von Zeit zu Zeit angebracht, die gute alte Landkarte, in diesem Fall die Bibel, zur Hand zu nehmen und mich zu vergewissern, dass meine Lebensrichtung auch wirklich stimmt? Und achte ich auch auf die Verkehrszeichen, die Gebote Gottes, die die Straße meines Lebens säumen, damit ich sicher an mein Ziel komme?
Manchmal hilft kein Jammern und kein ärgern – manchmal ist es einfach an der Zeit, den Kurs zu korrigieren und umzukehren.

 Von Pfarrer Franz Zeiger, Linz – St. Peter

Neujahr 2014   [31. Dezember 2013]

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Ihm sei´s begonnen,
Der Monde und Sonnen
An blauen Gezelten
Des Himmels bewegt.

Du Vater, du rate!
Lenke du und wende!
Herr, dir in die HändeSei Anfang und Ende,
Sei alles gelegt!

Eduard Mörike

Weihnachten 2013   [24. Dezember 2013]

Relief  in der Pfarrkirche von Oberzahre - deutsche Sprachinsel in Friaul -.

Relief in der Pfarrkirche von Oberzahre – deutsche Sprachinsel in Friaul -.

 

Gott,
ewiges Geheimnis unseres Lebens,
du hast durch die Geburt
deines eigenen Wortes der Liebe
in unserem Fleisch
die ewig junge Herrlichkeit deines Lebens
als unserem eigenen Dasein eingestiftet
und siegreich erscheinen lassen.
Gib uns in der Erfahrung der Enttäuschung unseres Lebens
den Glauben, dass deine Liebe,
die du selbst bist und die du uns geschenkt hast,
die ewige Jugend unseres wahren Lebens ist.

Karl Rahner SJ

Pfunderer Advent   [28. November 2013]

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Für uns alle wird es jedes Jahr schwerer, uns zu vertiefen, um die Sehnsucht der Menschen zu verstehen, die laut gerufen und geschrieben haben: O Heiland reiß die Himmel auf, herab, herab vom Himmel lauf…

Zu Sant Ambrogio werden heuer die Hotels wieder ausgebucht sein, die Feiertage sind für die die Urlauber günstig gelegen. Die Christkindlmärkte werden sich die im winterlichen Kleide präsentieren können. Im Hintergrund werden weihnachtliche Lieder und stimmungsvolle Bläsermusik dudeln. Und der Rubel wird rollen, die Kassen werden klingeln: das Weihnachtsgeschäft ist gerettet und damit auch Weihnachten.

Ist das der Advent im Jahre 2013?

Wo finden wir in unserer Zeit die adventliche Stille und Erwartung noch?

Wo ist der Zauber, der Herzen und Seelen aufschließt zum großen Fest Weihnachten, zum Fest der Liebe?

Wo ist die Ruhe, beziehungsweise die Unruhe geblieben, die wir als Kinder noch in uns trugen, wenn wir auf das Christkind in den langen Winternächten gefreut haben?

 

Pfunderer Advent

Adventsingen in der Pfarrkirche Pfunders